Route

Unser Reisetagebuch
Vancouver 21.08.2026 – 23.08.2026:
Nach einem seeehr holprigen Start haben wir Vancouver dann einen Tag später als geplant erreicht und hatten eine schöne Zeit. Gewohnt haben wir Downtown, einem Stadtteil, von dem aus man sehr zentral die sehenswerten Dinge erreichen kann. Dies geht zu Fuß, aber viel besser noch mit dem Fahrrad.
Nach der Ankunft am 21.08. waren wir noch ein wenig im Stadtteil Gastown, dem ältesten Stadtteil von Vancouver. Er ist vor allem durch seine pfeifende und dampfende Gasuhr bekannt. In Gastown gibt es viele Gallerien, Souvenirgeschäfte, Bars und Restaurants.
Am 22.08. haben wir die Stadt mit dem Rad erkundet. Der Weg führt einen eigentlich immer ans Wasser. Das Hafengebiet von Gastown aus ist Frachthafen, Hafen für Kreuzfahrtschiffe, Yachthafen, Startplatz der Wasserflugzeuge, die Rundflüge anbieten aber auch als Taxi nach Vancouver Island dienen. Direkt daran grenzt der Stanley Park. Er ist beeindruckend groß und wird von Radfahren, Skatern und Fußgängern bevölkert. Es wurde dort gepicknickt, gefeiert, entspannt, Sport getrieben.Beeindruckend und sehr angenehm ist die Disziplin, mit der alle die für die jeweilige Gruppe vorgeschriebenen Wege nutzen, rote Ampeln beachten und ohne Hektik und Stress unterwegs sind. Unsere Tour führte uns am Ufer entlang nach Granville Island. Die Halbinsel ist ein Zentrum für Kultur, Kunstgewerbe und reichlich Futter….Austern, Muscheln aller Art, Hummer und eine Markthalle mit den tollsten Lebensmitteln. Wir hatten vorher bereits am Strand Hot Dogs gegessen. Nach 43 km, die wir leider gemerkt haben, haben wir die Rädern abgegeben und sind zum Vancouver Lookout.Von dieser Aissichtsplattform hat man einen tollen Blick auf die Stadt.
Bilder_Vancouver
Vancouver nach Victoria 23.08.2026:
Gestartet mit einem tollen Frühstück haben wir uns auf den Weg zum Wohnmobilverleih gemacht. Mit Bahn und Bus 31 km quer durch Vancouver gefahren, und das Ganze für gerade einmal 7 $ (ca. 4,20 €).
Beim Wohnmobil angekommen wurde uns alles ausführlich erklärt und wir konnten dann auch schnell den Hof verlassen. Allerdings merkten wir da dann erst, dass das Display des Radios nicht funktioniert. Also wieder zurück. Das Radio wurde getauscht, hat uns aber 1 Stunde gekostet.
Gegen 16 Uhr waren wir dann an der Fähre, wobei wir die 16 Uhr Fähre nicht mehr bekommen haben. Auf die 17 Uhr Fähre haben wir es leider auch nicht geschafft. Um 18 Uhr ging es dann endlich los. Es war eine schöne Fährfahrt, die gut 100 Minuten gedauert hat. Bis zu unserem Campingplatz war es aber auch noch ein Stück. Da wir auch noch Einkaufen mussten, waren wir erst um kurz nach 21 Uhr am Ziel. Leider keine Zeit mehr für einen Besuch in Victoria.
Die Aussicht vom Campingplatz auf die nächtliche Silhouette der Stadt war aber grandios. Morgen gucken wir uns dann alles in Ruhe an.
Bilder_Vancouver_nach_Victoria
Victoria 24.08.2026
Der Tag startete mit einer Katastrophe. Die Kaffeemaschine funktioniert nicht. 😡 Kaffee also Omastyle- mit Wasserkessel! Nach einer Mail an den Vermieter teilte man uns mit, dass wir für bis zu 55 $ eine neue kaufen können. Wird dann bei der Abgabe erstattet. 🙂 Es folgte die zweite Katastrophe. In Victoria Downtown gibt es keine Kaffeemaschinen zu kaufen. Nächster Walmart ca. 20 km entfernt. 😟 Morgen früh dann also noch einmal Omastyle.
Unser Weg führte uns nach dem Frühstück über einen schönen Weg am Ufer vorbei Richtung Inner Harbour und Fairmont Empress Hotel, welches sehr britisch daherkommt. Das Parlamentsgebäude ist auch imposant und kann kostenlos besichtigt werden, was wir auch getan haben. Zu sehen gab es unter anderem ein Shxwtitostel (selber bingen oder googlen). Weiter ging´s nach Chinatown, welches im Gegensatz zu dem in Vancouver auch als solches zu erkennen war, und einige interessante Läden beherbergt. Danach waren wir im Beacon Hill Park. Dort gibt es einen Lookout, von dem man einen schönen Blick über die Bucht und die Berge dahinter hat. Auf dem Weg zur Fisherman’s Wharf sind wir mit einem netten Kanadier niederländischer Abstammung ins Gespräch gekommen. Er hat uns dann unter anderem darauf hingewiesen, dass wir gerade achtlos am Mile ‚O‘ vorbeigelaufen sind. An diesem Punkt startet/endet der Trans Canada Highway, der 7.821 km quer durch Kanada bis nach Neufundland führt. Auch den höchsten Totempfahl der Welt hat er uns gezeigt. Wir waren aber nicht mehr Willens, dorthin noch einmal zurück zu laufen. Am Fischerman’s Wharf gab es neben vielen netten Hausbooten auch einiges an fischiger Nahrung. Der Backfisch war lecker. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits 21 km in den Beinen hatten, haben wir dann ein Wassertaxi zurück zum Campingplatz genommen. Es sind niedliche kleine Boote, auf denen ca. 16 Leute Platz haben. Jetzt gucken wir mal, ob wir gleich noch einmal die Seehunde sehen, die gerade an unserem Wohnmobil vorbeigeschwommen sind.
Bilder_Victoria
Victoria nach Ukee (Ucluelet) 25.08.2026
Nachdem es heute wieder Omastyle Kaffee gab, war unser erster Stopp auf dem Weg ein Walmart. Mit einer neuen Kaffeemaschine für 20 $ (ca. 12 €) im Gepäck ging es dann weiter auf die gut 300 km lange Strecke. Unterwegs hatten wir ein paar Stationen. Der Malahat Skywalk war die erste. Im Prinzip ein Baumwipfelpfad, der an einem riesigen Turm aus Holz und Stahl endet. Oben von der Plattform hat man eine sehr gute Aussicht über die Salish Sea, die Gulf Islands, Finlayson Arm und die Saanich-Halbinsel. Das Skyweb, ein Netz über das man laufen kann, und unter einem ist nur der Boden 84 Meter tiefer. The Overhang war ein angebauter Glaskasten inklusive Glasboden, den man betreten konnte. War schon bei beiden Dingen ein mulmiges Gefühl. Abwärts ging es dann über eine Rutsche (Sizzler Slide). Das war eine schöne Art wieder den Boden zu erreichen. 😀
Unsere nächste Station war der Jack Point. Durch den Biggs Park geht es über einen 2,5 km langen schönen Weg dorthin. Es ist die Spitze einer Landzunge, von der man einen schönen Blick auf Nanaimo hat. Wird wohl gerne zum Sonneruntergang gucken genutzt, aber so lange konnten wir nicht bleiben. Weiter ging es nach Coombs. Ist jetzt als Ort eher uninteressant, aber es gibt dort einen kleinen Supermarkt, der Ziegen auf seinem Dach (Goats on the Roof) hat. Das war ganz witzig. 🙂
Nachdem es heute wieder Omastyle Kaffee gab, war unser erster Stopp auf dem Weg ein Walmart. Mit einer neuen Kaffeemaschine für 20 $ (ca. 12 €) im Gepäck ging es dann weiter auf die gut 300 km lange Strecke. Unterwegs hatten wir ein paar Stationen. Der Malahat Skywalk war die erste. Im Prinzip ein Baumwipfelpfad, der an einem riesigen Turm aus Holz und Stahl endet. Oben von der Plattform hat man eine sehr gute Aussicht über die Salish Sea, die Gulf Islands, Finlayson Arm und die Saanich-Halbinsel. Das Skyweb, ein Netz über das man laufen kann, und unter einem ist nur der Boden 84 Meter tiefer. The Overhang war ein angebauter Glaskasten inklusive Glasboden, den man betreten konnte. War schon bei beiden Dingen ein mulmiges Gefühl. Abwärts ging es dann über eine Rutsche (Sizzler Slide). Das war eine schöne Art wieder den Boden zu erreichen. 😀
Unsere nächste Station war der Jack Point. Durch den Biggs Park geht es über einen 2,5 km langen schönen Weg dorthin. Es ist die Spitze einer Landzunge, von der man einen schönen Blick auf Nanaimo hat. Wird wohl gerne zum Sonneruntergang gucken genutzt, aber so lange konnten wir nicht bleiben. Weiter ging es nach Coombs. Ist jetzt als Ort eher uninteressant, aber es gibt dort einen kleinen Supermarkt, der Ziegen auf seinem Dach (Goats on the Roof) hat. Das war ganz witzig. 🙂
Die letzte Station war der Little Qualicum Falls Provincal Park. Obwohl es wohl lange nicht geregnet hat, war es einen Besuch der Wasserfälle Wert. In einem schönen Wald gelegen schlängelt sich der Fluß durch die Wildnis.
Apropos schlängeln. Wir haben uns dann weiter auf den Weg nach Ucluelet gemacht. Dorthin gibt es nur eine Straße, den Pacific Rim. 90 km steil bergauf und bergab, nur umgeben von dichten Wäldern, entlang vieler Schluchten und Seen. Es war mit dem Wohnmobil eine anstrengende Tour mit eben sehr viel geschlängel. Ucluelet haben wir dann müde im Dunkeln erreicht.
Ukee (Ucluelet) 26.08.2026
Begrüßt wurde wir heute morgen von einem Weißkopfseeadler, der nicht weit von uns sein Frühstück zu sich nahm. Wir taten es ihm gleich und freuten uns über den Kaffee aus einer funktionierenden Kaffeemaschine. 🙂
Unser Plan für heute war der Wild Pacific Trail, der sich über 8 km am, wer hätte es gedacht, Pazifik entlang windet. Es war eine schöne Wanderung durch die Natur, die allerdings bei Regen begann, dann aber doch größtenteils trocken von statten ging. Wir hatten allerdings keine Idee, wie hügelig so ein Weg am Meer entlang sein kann. Keine Ahnung wie viele Höhenmeter es waren, aber die Uhr zeigte 42 Etagen auf den knapp 20 gelaufenen Kilometern. Am Ende des Weges gab es noch ein paar große, Jahrhunderte alte Zedern zu bestaunen. Kaffee, Kakao und Muffins hatten wir uns danach auch verdient.🙂
Tofino 27.08.2026
Wir sind heute wieder mit zwei Adlern in den Tag gestartet. Es zeigte sich, warum es Rain Coast heißt. Es war den ganzen Tag regnerisch. Nachdem wir das Wohnmobil abfahrbereit gemacht hatten, ging es auf dem Weg nach Tofino durch Regenwälder, die zum Biosphärenreservat Clayoquot Sound gehören. Da es zum gemütlich durch die Stadt schlendern einfach zu nass war, haben wir nur eine kurze Runde gedreht. Wir waren in ein paar Galerien von Künstlern der First Nations. Es gab vieles Schönes zu sehen. In einer gab es ein sehr schön gestaltetes Surfbrett für 18.000 $. Eine Whale Watching Tour mit dem Zodiac haben wir dann gemacht. Da man da sowieso entsprechende Kleidung trägt, macht einem der Regen auch nichts mehr aus. Es hat sehr viel Spaß gemacht, und es gab viele Tiere zu sehen. Orcas, einen Grauwal, Robben, Otter, Seeadler und einen Delphin. Zurück an Land haben wir uns dann auf die Rückfahrt nach Ukee gemacht. Dabei haben wir noch den Radar Hill mit dem Kapyong Monument besucht. Vom Hügel hat man eine schöne Aussicht auf das Biosphärenreservat. Weiter ging es zum Long Beach. Ein riesiger Strand am Pazifik, wo einige Surfer ihr Glück versuchten. Ist wohl gerade für Anfänger ein idealer Surfspot. Beendet haben wir den Tag dann mit einem leckeren Essen in einem Restaurant gegenüber unseres Campinplatzes.
Ukee nach Campbell River 28.08.2026
Der Adler war wieder da, um uns zu verabschieden. Es ging heute auf eine 246 km lange Reise nach Campbell River, mit einigen Stationen. Ein kurzer erster Stopp war am Kennedy Lake, bevor wir dann weiter zum Wally Creek gefahren sind. Leider gab es dort für uns keine Möglichkeit zu halten, daher sind wir dann weiter zum Taylor River. Das war ein schöner Halt. Eine tolle Landschaft und der Fluss hatte eine schöne türkis-grüne Färbung. Zum Hole in the Wall bei Port Alberni ging es dann ein ganzes Stück bergab, was natürlich für den Rückweg viel bergauf hieß. 🥵 Es war aber den Schweiß wert. 🙂 Im MacMillan Provincial Park haben wir uns dann ein paar alte Bäume (Douglasien) angesehen. Einer davon hat 800 Jahre auf dem Buckel und ist 76 m hoch. Vom Umfang stand da leider nichts, aber er ist gewaltig. Danach ging es dann ohne weitere Unterbrechung nach Campbell River, wo wir dann nur noch einkaufen und tanken waren. Unser Stellplatz hier im Elk Falls Provincial Park liegt mitten im Wald. Es ist sehr idyllisch. Morgen erwartet uns ein großes Abenteuer. 😊
Campbell River 29.08.2026
Heute mussten wir früh den Campingplatz verlassen, da unsere Tour um 8:30 Uhr startete, und wir für einen passenden Parkplatz früh vor Ort sein sollten. Ohne Frühstück sind wir los und bis wir einen Parkplatz hatten, dauerte es. Das für den Parkplatz geplante Frühstück mussten wir dann auf ein Schnittchen beschränken. Pünktlich ging es mit der Tour (Boot) los. Auf dem Weg zu unserem Ziel haben wir wieder ein paar Orcas sehen können. Die Fahrt dauerte 3 Stunden. Kurz bevor wir im Bute Inlet angelegt haben, konnten wir schon eine Grizzly Mama mit ihren drei Jungen am Strand beobachten. 🙂Nach dem Anlegen und bevor wir in den Bus einsteigen konnten, gab es noch etwas zu essen und eine Flasche Wasser für den weiteren Weg. Mit dem Bus, der von den dort ansässigen Homalco First Nations betrieben wird, sind wir dann durch den Wald gehoppelt, und haben diverse Aussichtspunkte für Grizzly Beobachtungen angefahren. Dabei haben wir auch einige gesehen. Diese waren zeitweise nur ca. 50 m von uns entfernt und haben Lachse gefangen, ohne von unserer Anwesenheit Notiz zu nehmen. Nach 8 – 12 Bandscheibenvorfällen, an denen auch die Hinfahrt mit dem Boot ihren Anteil hatte, sind wir dann wieder an Bord und haben die Rückreise angetreten. Der Rückweg ging über eine andere Route und war nicht ganz so holprig. Die Landschaft und die Begegnungen mit den Tieren sind sooo beeindruckend. Wir konnten auch noch einen Schwarzbären beobachten. Es war eine sehr schöne 9 Stunden Tour durch eine tolle Inselwelt. Eigentlich war es aber paradox. Wir sind von Vancouver Island aufs Festland gefahren, um dann auf die Insel zurückzufahren, damit wir morgen unsere Fähre aufs Festland bekommen. Die Fahrt nach Port Hardy (ca. 240 km) war dann eine sehr einsame Fahrt, auf der uns maximal 20 Autos überholt haben. 220 km gingen einfach geradeaus, dann 1x rechts und schon war die Fähre da 😉 Unser Stellplatz ist die Line 8 im Fährhafen. Könnte eine unruhige Nacht werden, aber wir haben alles was wir brauchen.
Port Hardy nach Prince Rupert (Inside Passage) 30.08.2026
Die Nacht war wie erwartet unruhig und früh zu Ende. Um kurz vor 7 Uhr konnten wir dann auf die Fähre fahren. Mit ein wenig Gepäck ging es dann zum Purser Schalter, um die Karte für unsere Kabine zu bekommen. Wir hatten uns auf eine schöne Fahrt durch die Inside Passage gefreut, aber leider hat das Wetter nicht so wirklich mitgespielt. Ist auf dieser Fahrt aber wohl nicht unüblich. Nur in der Aurora Lounge hatten wir eine Sicht nach vorne. Unterwegs sind wir ein paar Walen begegnet. Es waren aber immer nur kurze Momente. Zu fotografieren gab es nicht viel, da die Sicht sehr schlecht war. Um 0:30 Uhr waren wir dann auf dem matschigen Campingplatz angekommen und verkabelt.
Bilder_Port_Hardy_nach_Prince_Rupert
Prince Rupert nach Houston 31.08.2026
Nach dem Frühstück haben wir im strömenden Regen alles wieder entkabelt und -schlaucht. Danach haben wir uns dann auf den Weg nach Houston gemacht. Bevor wir auf den Yellowhead Highway kamen, haben wir noch einen kurzen Abstecher zur North Pacific Cannery gemacht. Es handelte sich um eine alte Fischkonserven-Fabrik, die jetzt ein Museum ist. Besichtigt haben wir sie allerdings nicht. Ein paar Fotos war das Ganze aber Wert. Die Fahrt ging über den Yellowhead Highway durch eine beeindruckende Kulisse am Skeena River entlang. Rechts und Links waren wir immer umgeben von hohen Bergen. Hier ist der Weg das Ziel. Eine Station war bei den Gitwangak Totem Poles. Historische Totempfähle, die schön anzusehen sind. Weiter ging es zu den Twin Falls, die sich vom Lake Kathlyn Gletscher auf dem Hudson Bay Mountain in die Tiefe stürzen. War auf jeden Fall einen Abstecher wert. Auf den insgesamt gut 400 Tageskilometern gab es nur ein paar trockene Momente. Auf dem Campingplatz Shady Rest (heißt schattige Rast) sind wir dann aber ohne Regen angekommen und wurden dort von Harald direkt auf deutsch begrüßt. Mit ihm, er ist in Dortmund geboren, hatten wir dann ein nettes Gespräch. Es ist ein schöner Campingplatz, in dessen Nähe sich wohl auch ein Bär herumtreibt. 🙂
Bilder_Prince_Rupert_nach_Houston
Houston nach Prince George 01.09.2026
Der Tag kurz zusammengefasst: Nach 350 km links abbiegen. Danach kamen noch ein paar Abbiegungen. Kurz vor erreichen von Prince George haben wir noch einen kleinen 80 km Abstecher zur Huble Homestead Historic Site gemacht. Im Prinzip handelt es sich um ein kleines Freilichtmuseum, bei dem es um einen Handelsposten von Albert Huble und Edward Seebach aus dem Jahre 1912 geht. Wir haben uns auch beim Hufeisenwerfen versucht, sind aber grandios gescheitert. Es war einen Abstecher wert. Nachdem wir dann auf dem Campingplatz eingecheckt haben, ging es dann noch einmal Richtung Innenstadt. Im Cottonwood Island Nature Park gab es neben handzahmen Eichhörnchen und kleinen Vögeln (Black-capped Chickadee) noch sehr schöne Schnitzereien in einigen Baumrinden. Auf dem Weg trafen wir eine nette Dame, die gerade dabei war, die Vögel aus der Hand zu füttern. Sie zog dann weiter ihres Weges, drückte uns aber ein wenig Vogelfutter in die Hand, sodass wir es ihr gleichtun konnten. Das war ein tolles Erlebnis. 🙂 Beendet haben wir den Tag dann mit einem Burger bei Nancy O’s. Dies war eine sehr gute Empfehlung von der Platzchefin.
Bilder_Houston_nach_Prince_George
Prince George nach Williams Lake 02.09.2026
Heute waren wir bereits um 8:30 Uhr unterwegs. Sonst eigentlich erst gegen 10 Uhr. 380 km waren heute zu bewältigen. Eigentlich sind es zwischen den beiden Orten gerade einmal 240 km. Die zusätzlichen 140 km sind einem Abstecher nach Barkerville geschuldet. Es ist eine Stadt aus dem Cariboo-Goldrausch. An dieser Stelle ist Billy Barker 1862 fündig geworden. Die Stadt hatte bis zu 5.000 Einwohner und war dann lange eine Geisterstadt. Seit 1958 wird die Stadt restauriert und ist ein Freilichtmuseum, in dem auch entsprechend gekleidete Menschen den Gesamteindruck abrunden. Diverse Läden und Restaurants im entsprechenden Stil gibt es auch. Hier haben wir einige Zeit verbracht. Auf dem Weg gab es noch die Basalt Rock Colums, die aber nur einen kleine Fotostopp wert waren. Auf dem weiteren Weg haben wir noch an der Xats’Ull Heritage Site gehalten. Den ganzen Weg bis dorthin haben wir aber nicht gemacht. Es gab zwischendurch eine Aussichtsplattform, von der man das Dorf der First Nations von oben sehen konnte. Es sah auch nicht wirklich nach Leben dort unten aus. Angekommen auf unserem Campingplatz -direkt auf dem Williams Lake Stampede Gelände-, mussten wir feststellen, dass wir die Stampede leider um zwei Monate verpasst haben. 🤷🤷♀️
Bilder_Prince_George_nach_Williams_Lake
Williams Lake nach Blue River 03.09.2026:
Wie beginnen Dramen? Da vorne gibt es eine Abkürzung. Die Abkürzung war hier der Weg zum Mahood Lake. Es ging links ab, und es waren läppische 59 km. Allerdings ging die Straße nach gut 7 km in Schotter über. Über diese 52 km Schotterpiste war einigermaßen gut zu fahren, auch wenn da ein paar eklige Stellen dabei waren. Am Mahood Lake angekommen sind wir aber. Der See war sehr schön, und am Strand trieb sich ein Schwarzbär herum. Leider verabschiedete er sich gerade in den Wald, daher war er eigentlich nur von hinten zu sehen. Weiter ging es dann Richtung Clearwater. Hier hatten wir die Hoffnung, dass es dorthin eine asphaltierte Straße gibt. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirb. Auch hier war es nur eine Schotterpiste. Allerdings waren es jetzt 75 km. Die Strecke war aber bei Weitem nicht so „gut“ wie die hin zum See. Teilweise ging es nur mit 20 km/h durch den Wald. Bei dieser Geschwindigkeit ziehen sich 75 km ganz schön, und wir und das Wohnmobil wurden ganz schön durchgeschüttelt. Clearwater haben wir dann ohne Schäden am Wohnmobil und uns erreicht, allerdings war das Wohnmobil so dreckig, dass wir da erst einmal mit dem Dampfstrahler dran mussten. Dieser lief uns direkt, nachdem wir die Schotterpiste verlassen haben, an einer Tankstelle über den Weg. Nachdem wir bei Tim Hortons eingekehrt waren, sind wir dann weiter nach Blue River. Ist nur eine Station für die letzte Nacht vor den Rockies. Morgen geht es Richtung Jasper. Da freuen wir uns sehr drauf. 😊
Bilder_Williams_Lake_nach_Blue_River
Blue River nach Jasper 04.09.2026:
Unser Campingplatz für die Nacht war sehr rustikal. Auch der Wohnwagen nebenan hatten schon bessere Tage erlebt. Heute lagen nur gut 215 km Strecke vor uns. Auf dem Weg haben wir dann den Mount Robson Provincial Park besucht. Mount Robson ist der höchste Berg (3954 m) der kanadischen Rockies. Leider war aufgrund der tiefhängenden Wolken der Berg nicht in seiner vollen Pracht zu sehen. Wir haben uns auf eine Wanderung über den Berg Lake Trail gemacht. Allerdings sind wir nicht bis zum über 20 km entfernten Berg Lake gewandert. Das war zeitlich und konditionell nicht drin. Unsere Wanderung ging bis zum 4 km entfernten Kinney Lake, der auch schon beeindruckend war und wir wurden mit einem tollen Panorama, mit dem Whitehorn Mountain (3399 m) belohnt. Die 224 Höhenmeter ging es dann wieder bergab. Wir haben aber die Vermutung dass ein kanadischer Kilometer mehr ist als ein europäischer ist. Für die angeblich 8 km sind wir 11 km gewandert. 🤷♂️🤷♀️Auf dem weiteren Weg haben wir am Moose Lake einen kurzen Stopp eingelegt. Dieser See ist auch sehr sehenswert und fotogen. 😀Kurz nach dem See haben wir dann die Grenze nach Alberta überquert. Alberta liegt in einer anderen Zeitzone, also hat man uns 1 Stunde geklaut. In Jasper wird auffällig viel gebaut. Das hängt eventuell noch mit dem großen Feuer von 2024 zusammen. Rund um Jasper stehen nur verbrannte Bäume. Zu unserem Campingplatz führte uns der Weg schon einmal ein Stück über den Icefields Parkway, den wir in 3 Tagen dann Richtung Süden weiterfahren werden. Der Platz lag wohl mal in einem Waldgebiet. Von dem sind allerdings nur noch verkohlte Baumstümpfe zu sehen.
Jasper 05.09.2026
Auf dem aktuellen Campinplatz haben wir keinen Strom und kein Wasser. Unseren Generator können wir nur zu sehr eingeschränkten Zeiten benutzen. Wir sind also auf unsere eigenen Ressourcen angewiesen. Die Nacht war mit 8 Grad schon ganz schön frisch, und die Heizung funktioniert ohne Strom/Generator nicht. Die Nacht war aber durchaus als normal zu bezeichnen. Kaffee gab es heute dann mal wieder Omastyle. Nach dem Frühstück ging es zum Maligne Lake. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Elk (Wapiti) vorbei, der seelenruhig am Straßenrand sein Frühstück zu sich nahm. Die weitere Fahrt führte uns durch eine tolle Landschaft. Leider war der Maligne Canyon gesperrt, aber der See, auf ca.1700 m gelegen, war schon bei der Ankunft ein Traum. Wir haben uns dort ein Kanu geliehen, und sind dann 2,5 Stunden über den See geschippert. Immer wieder ein beeindruckendes Panorama vor Augen. Ein Pärchen, dem wir schon einige Male auf unserer Reise begegnet sind, erzählte uns, dass sie einen Moose (Elch) bei ihrer Kanutour gesehen haben. Wir haben die ganze Zeit nach „Moosen“ Ausschau gehalten, konnten aber leider keine entdecken. 🙁Das 4 Grad kalte Wasser war sehr klar, und man konnte fast immer den Grund des Sees sehen. Wieder an Land, haben wir uns dann zu Fuß auf den Moose Lake Loop gemacht. Dieser führte, wie der Name vermuten lässt, zum Moose Lake, wo wir dann, direkt auf der anderen Seite des Sees, einen Moose sehen konnte. Leider aber nur kurz, weil er gerade in den Wald verschwand. Ein Stückchen weiter wartete aber ein weiterer, offensichtlich männlicher Moose mit einem großen Geweih auf uns. Da konnten wir einige Fotos machen. Ein Moose fehlte uns noch auf der Liste der live und frei lebend zu sehenden Tiere. 🙂Nach einer leckeren Waffel vor Ort ging es dann zurück Richtung Jasper. Dort sind wir dann mit der Skytram auf den Whistlers Peak (2.464 m) gefahren. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf Jasper und das Tal. Hier sieht man dann aber leider auch sehr große abgebrannte Flächen.
Jasper 06.09.2026:
Wir wurden heute morgen wieder von der Sonne begrüßt. Es war aber am Morgen noch recht frisch. Unser Weg führte uns als erstes zum Valley of the five Lakes. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um 5 Seen, diese haben aber keine Namen, sondern sind einfach nur durchnummeriert. Es war eine schöne 6,5 km Wanderung, auch wenn es durch abgebranntes Gebiet ging. Die Seen haben alle glasklares Wasser und werden voneinander gespeist. Zwischendurch gab es 2 rote Stühle, die es hier an vielen Stellen gibt. Weiter ging es zu den Athabasca Falls, wo wir dann aber bei der Parkplatzsuche gescheitert sind. Das lag nicht unbedingt an unserem 7,50 m-Gefährt. Es war einfach viel los und die Parkplätze eher klein. Wir sind dann erst einmal weiter gefahren. Kurz hinter den Athabasca Falls haben wir kurzentschlossen auf dem Kerkeslin Campground einen Platz für die Nacht reserviert, obwohl wir eigentlich noch eine Nacht in Jasper gebucht hatten. Die 30 $ für die Nacht waren aber günstiger als der Sprit für die 50 km nach Jasper zurück. Der Campground ist nicht mit Personal besetzt. Es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, malt zu erst. Einfach einen Platz suchen, einen Briefumschlag mit den Daten beschriften, das Geld in den Umschlag packen und am Infoschild einwerfen. Dann noch einen Zettel an den ausgesuchten Platz hängen. Nach der Reservierung ging es dann zu den Sunwapta Falls. Auch hier erwartete uns auf den ersten Blick ein Parkdrama, aber es war dann doch entspannter, als es aussah. Danach sind wir dann noch einmal zu den Athabasca Falls zurück, wo sich die Parksituation auch mittlerweile entspannt hat. Beide Wasserfälle waren beeindruckend. Es war heute auch wieder eine Fahrt durch eine tolle Kulisse. Der Campingplatz liegt sehr schön, ist aber fern ab jedes Mobilfunknetzes und WLAN gibt es auch nicht. Der La Biche River verläuft direkt am Platz. In das etwa 4 Grad kalte Wasser haben wir dann mal unsere geplagten Füße gehalten. Das tat sehr gut. Den Abend haben wir dann mit ein paar Spielchen in der freien Natur ausklingen lassen.
Jasper nach Field 07.09.2026:
Nach einem gepflegten Frühstück im ziemlich ausgekühlten Wohnmobil ging unsere Reise weiter über den Icefields Parkway. Hier ist eigentlich auch der Weg das Ziel. Durch diese herrliche Kulisse zu fahren, macht schon Spaß. Es gibt allerdings auch sehr sehenswerte Stationen zwischendurch. Dazu gehört auf jeden Fall das Columbia Icefield. Man kann hier eine Tour mit einem speziellen Gefährt auf den Gletscher machen. Diese ist mit 270 $ schon ganz schön teuer. Auch geführte Wanderungen sind möglich, aber wir haben uns auf eigene Faust auf den Weg zum Fuße des Gletschers gemacht, und dabei die Schilder ignoriert, die darauf hinwiesen, dass dieser Weg nur für geführte Touren erlaubt ist. Wir waren aber nicht die einzigen. Den Gletscher haben wir dann auch erreicht und „erklommen“. War schon ein tolles Erlebnis. Die Gletscherzunge ist seit meinem letzten Besuch 1990 um einiges zurückgegangen. Entlang des Weges zum Aussichtspunkt sind zu diesem Rückgang diverse Schilder zu finden, die eben die Reichweite des Gletschers in bestimmten Jahren kennzeichneten. Das Wasser des 325 km² großen Gletschers fließt in den Pazifik, den Atlantik und in die Arktis. Im Columbia Icefield Centre gab es dann noch ein paar Informationen zum Gletscher. Weiter ging es entlang des Icefields Parkways bis zum Peyto Lake. Hier standen dann schon die Autos direkt am Parkway-Straßenrand, sodass wir uns gleich dazugestellt haben, und den Weg zur Aussichtsplattform zu Fuß in Angriff genommen haben. Diesen türkisen See muss man einfach gesehen haben. Ein herrlicher Anblick. Weiter ging es dann noch 40 km bis zum Ende des Parkways, wo wir dann nach Field abgebogen sind. Field liegt im Yoho National Park. Jetzt sind wir wieder in British Columbia.
Field 08.09.2026:
Da wir auf unserem aktuellen Campingplatz wieder keinen Strom haben, und wir den Generator erst ab 9 Uhr benutzen dürfen, haben wir uns früh zum Park and Ride Parkplatz für unsere Lake Louise und Moraine Lake Tour gemacht. Hier war um 8:30 Uhr schon viel Betrieb, sodass wir direkt am Straßenrand geparkt haben. Da haben wir dann den Generator angeworfen, und erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Unser Zeitfenster für den Shuttle-Bus war 10 – 11 Uhr. Wir waren um 9:20 Uhr vor Ort und konnten dann auch direkt einen Bus nehmen. Angekommen am Lake Louise, oder Lake Luise wie die Dame von Google Maps immer so schön sagt, fanden wir alles Wolkenverhangen vor. Von dem berühmten Panorama war nichts zu sehen. Wir hatten aber reichlich Zeit und sind erst einmal auf die andere Seite des Sees gewandert. Hier hatte man dann einen tollen Blick auf das immer noch hässliche Fairmont Hotel. Die Wolken verzogen sich langsam und der Blick auf das Panorama wurde besser. Zurück vor dem Hotel konnten wir es dann fast wolkenfrei bewundern. Das Innere des Hotels war schon besser, als es von außen vermuten lässt. Eine Nacht übrigens ab 1.500 $. Die Vögel und Hörnchen rund um den See wuseln immer wieder durch die Menschenmassen. Nach einem Heißgetränk und ein wenig Gebäck sind wir dann noch zum Fairview Lookout raufgekraxelt. War ja laut Schild nur 1,1 km entfernt. Diese 1,1 km gehen aber nur bergauf. Der Weg war aber den Schweiß wert. Man hat einen tollen Blick auf den See und über das Tal hinter dem Hotel. Wir haben aber beschlossen, dass das unser letzter zu erwandernder Berg ist. Mal sehen. Ein Stunde Kanu auf dem See kostet übrigens 170 $! Mit dem Lake Connector Bus ging es dann weiter zum Moraine Lake. Von hier wären es, wenn man den letzten Bus verpasst läppische 4,5 Stunden Wanderung, nur bergab, zum Auto. Wahlweise aber auch eine Übernachtung in der Lodge am See, die mit 1.300 $ zu Buche schlägt. Allerdings muss man für mindestens 2 Nächte buchen. Wir sind nicht in die Verlegenheit gekommen. 🙂 Auch hier hat man einen schönen See vor sich, der von einem erhöhten Punkt am Anfang ein gutes Fotomotiv darstellt. Zurück ging es dann eine halbe Stunde per Park and Ride zum Wohnmobil. Angekommen auf dem Campingplatz, mussten wir erst im Office nach der richtigen Zeit fragen. Wir bewegen uns hier zwischen zwei Zeitzonen. Die richtige Zeit war für uns wichtig, da wir wissen mussten, ob wir den Generator benutzen dürfen. Wir durften, also erst einmal Kaffee und dann den Ofen für unser Abendessen angeworfen. 🙂
Field nach Banff 09.09.2026:
Auch heute sind wir wieder ohne Frühstück los, mit dem Ziel, bei unserem ersten Halt dann in Ruhe zu frühstücken. Unsere ersten beiden Ziele führten uns allerdings erst einmal von Banff weg. Zuerst sollte es die Natural Bridge sein, die wir aber dann doch vorerst links liegen ließen, und zum Emerald Lake weitergefahren sind. Hier war der Parkplatz bereits voll, sodass wir am Straßenrand parken mussten. Es war allerdings so schräg, dass uns die Teller von Tisch gerutscht sind, und wir hier auch nicht frühstücken konnten. Also ab zum See. Da die Sonne heute nicht so wirklich wollte, traten die verschiedenen Grüntöne, für die der See berühmt ist, nicht so in Erscheinung. Zu sehen ist es aber wahrscheinlich auch eher aus erhöhter Position, die wir aber nicht gewillt waren, zu erreichen. Der See ist aber auch so sehr schön. Am See gibt es eine tolle Lodge, die mit 765 $ pro Nacht noch günstig daherkommt. Auf dem Weg zurück war dann ein Frühstück auf dem Parkplatz zur Natural Bridge angesagt. Die Natural Bridge ist aus einem Wasserfall entstanden und schon sehenswert. Weiter ging es Richtung Banff. Ein Halt war hier der Johnston Canyon. Erst wollten wir nur bis zu den Lower Falls, aber dann haben wir, weil der Weg einfach schön war, auch die Upper Falls besucht. Im Prinzip ist es eine Klamm, aber wie üblich in Nordamerika, ist hier alles größer. 😀Kurz vor Banff sind wir dann noch auf den Mount Norquay gefahren. Von dort hat man eine gute Aussicht auf Banff und das ganze Tal. Der Campingplatz war dann auch schnell erreicht. Hier haben wir zumindest Strom. Unser Wassertank ist voll und die Abwassertanks sind leer. Alles gut also. 🙂Mit dem Transitbus, der fast neben unserem Wohnmobil hält, ging es dann runter nach Banff. Nach ein wenig Sightseeing war es dann mal Zeit für unser erstes Steak. 😋Morgen wird dann weiter besichtigt. Wanderungen finden jetzt nicht mehr statt.
Banff 10.09.2026:
Der Morgen begann wieder regnerisch, daher sind wir den Tag ganz ruhig angegangen. Mit dem Bus ging es in die Stadt, wo wir dann erst einmal ein Tagesticket für die Transit Busse gekauft haben. Wir sind aufgrund des Regens ein wenig durch die Läden auf der Hauptstraße geschlendert. Als es dann besser wurde, sind wir zum Fairmont Banff Springs Hotel gefahren. Das ist schon ein schönes Hotel mit einer beeindruckenden Lobby. Auch die Läden und Galerien im Erdgeschoss sind sehenswert, die Preise in den Galerien allerdings eher nicht. Weiter ging es zu den unterhalb des Hotels liegenden Bow Falls. Ein kein hoher, aber ein schöner Wasserfall, auf dem man im Winter auch gerne mal herumklettern kann (habe ich vor über 20 Jahren gemacht). Zu Fuß sind wir in die Stadt zurück gegangen, wo es dann einen „Beavertail“ zum knabbern gab. Sehr lecker.😋Nach weiterem durch die Läden schlendern ging es zurück zum Campingplatz, wo wir dann aber nur unsere Schwimmsachen packten, und uns dann auf den Weg zu den Upper Hot Springs gemacht haben. Das 40 Grad warme Wasser hat unseren von über 300 km Fußmärschen geschwächten Beinen sehr gut getan. Die heiße Quelle liegt unterhalb der Banff Gondola, die auf den Sulphur Mountain hinauffährt. Es roch weniger nach Schwefel als erwartet. Damit war der Tag dann auch beendet.
Banff 11.09.2026:
Die Nacht war mit -1 Grad schon ganz schön frisch. Die Heizung brauchte heute morgen eine Weile, bis wir eine früstückstaugliche Temperatur hatten. Da wir für 16 Uhr einen Hubschrauber Rundflug gebucht hatten, haben wir den Morgen dann noch ein wenig Banff erkundet. Wir waren bei Cave & Basin. Der Ort des ersten Nationalparks. Wir haben nur von außen geguckt, da wir für den Besuch einen Discovery Pass gebraucht hätten, den wir für diesen einen Besuch aber nicht mehr kaufen wollten. Zurück in der Stadt rief jemand wegen des Hubschrauber Rundflugs an. Da die Wetteraussicht für den Nachmittag nicht so toll war, fragte man uns, ob wir nicht früher da sein könnten. Wir haben uns dann erst einmal mit dem Bus auf den Weg zum Campingplatz gemacht, und sind dann die 28 km nach Canmore gefahren. Hier bat man uns um Geduld, da sie auf Meldung von den Piloten wegen des Wetters warteten. Das dauerte ein wenig. Leider waren die Bedingungen so schlecht, dass alle weiteren Flüge des Tages gestrichen wurden. Das machte uns sehr traurig, da wir uns auf dieses Highlight sehr gefreut hatten. Morgen wäre etwas möglich, was für uns aber keine Option ist, da wir morgen mit einem Airbus die Heimreise antreten. Es ging dann wieder zurück zum Campingplatz, mit einem kleinen Stopp bei den Hoodoos. Hat bestimmt schon jeder mal auf Bildern gesehen. Noch einmal sind wir in die Stadt, um dort etwas zu essen und noch ein wenig zu bummeln. Zurück am Wohnmobil, hieß es dann Koffer packen, da wir morgen um 9:30 Uhr in Calgary (140 km) das Fahrzeug abgeben müssen, und wir deshalb früh los müssen.
Banff nach Altena 12.09.2026 – 13.09.2026:
Um 6 Uhr war die Nacht rum. Bevor es auf die Reise ging, noch schnell die Reste weggefrühstückt. Der Weg nach Calgary war, nachdem wir die Rochkies verlassen hatten, eher unspektakulär. Lag auch ein wenig am regnerischen Wetter. Bei der Wohnmobilabgabe war alles gut organisiert: Gepäck ausgeladen und Schlüssel abgeben. Da wir in unserem Paket Drop and Go mit drin hatten, mussten wir die Tanks nicht leeren und auch ein aufwändige Reinigung war nicht notwendig. Wir bekamen einen Pieper in die Hand gedrückt und durften im Wartebereich Platz nehmen. Keine halbe Stunde später piepte der Pieper und uns wurde dann mitgeteilt, dass alles mit dem Fahrzeug in Ordnung war und wir die 5.000 Dollar Kaution wieder auf die Kreditkarte gutgeschrieben bekommen. Man hat uns dann noch ein Taxi gerufen, dass uns dann für kleines Geld zum Flughafen gebracht hat. Wir hatten uns die Abgabe aufwändiger vorgestellt. Wir waren viel früher am Flughafen als wir gedacht hatten, und mussten uns dann noch ein wenig die Zeit vertreiben. Obwohl Calgary eine Millionenstadt ist, war es auf dem Flughafen sehr unhektisch. Der Flug war pünktlich und auf unseren Sitzen am Notausgang hatten wir sehr viel Beinfreiheit. Schlafen war nicht so wirklich möglich, aber der Flug war ruhig. In Frankfurt gelandet, ist der Flieger gefühlt noch einmal über das komplette Flughafengelände gefahren. Wir mussten dann mit dem Bus noch einmal über das komplette Flughafengelände fahren, um dann gefühlt einmal durch das ganze Flughafengebäude zu unseren Koffern zu kommen. Es war auf jeden Fall 1 km bis zum Gepäckband. So etwas haben wir noch nie erlebt. Bis zum Zug , der sogar pünktlich kam, mussten wir uns auch hier wieder ein wenig die Zeit vertreiben. Bis Hagen hat es der Zug dann aber auf 30 Minuten Verspätung gebracht. Unser privater Shuttleservice wartete schon, und wir waren dann zügig zu Hause. Vom Aufstehen bis Schlüssel im Schloss waren es etwas über 26 Stunden. Morgen geht der Alltag wieder los.
Schlussworte:
Folgen in Kürze. 🙂
Ein toller Reisebericht!
Man konnte euch quasi über die Schulter schauen.
Danke fürs teilhaben lassen!
Sehr gerne. Hat uns viel Spaß gemacht das zu dokumentieren. 🙂